Bärenpark Bad Rippoldsau

Ein Bärenpark im Wolftal? Passt gut, denn das Ausflugsziel im Schwarzwald bringt beide Tiere zusammen. Doch nicht nur das: der Bärenpark Bad Rippoldsau hat ziemlich ehrenwerte Ziele.

Ich im Bärenpark Bad Rippoldsau im Schwarzwald

Was dich erwartet bzw. nicht erwartet, steht unübersehbar auf dem Weg zum Eingang. Kein Zoo, kein Tierpark, und deshalb auch keine öffentlichen Fütterungen. Der sogenannte „Alternative Bärenpark“ in Bad Rippoldsau-Schapbach führt die Tiere nicht vor, sondern sorgt für ihren schönen Lebensabend.

Der Wolf- und Bärenpark Bad Rippoldsau ist weder Zoo noch Tierpark

Wer keinen sieht, sieht doch einen

Ehemalige Zirkusbären

Vor allem „ausgediente“ Zirkusbären leben hier in Freianlagen, in denen sie sich von jahrelanger Gefangenschaft erholen – ohne sie nochmal zur Schau zu stellen. Tolle Sache. Die bekanntesten Subärstars im Park sind Schwergewicht Poldi und Jurka, die Mutter von Problembär Bruno.

Früher unglücklich, heute glückliche Bären

Im Bärenpark Schwarzwald gibt es auch Luchse

Wolf und Bär in einem Gehege

Wölfe sind verdammt ehrfürchtige Tiere, wenn man sie aus der Nähe betrachtet. Da Wolf und Bär in vielen natürlichen Lebensräumen gemeinsam als WG leben, findest du hier keinen reinen Wolfpark bzw. kein separates Wolfsgehege. Wie in jeder Lebensgemeinschaft, kommt es manchmal zu Futterneid: Als sich der Bär dem Wolfsfraß nähert, lässt Isegrim mal eben ein gewaltiges Knurren ab. *Schluck*

Zaun für Bär und Besucher

Fotofenster für Fotografen

Mega praktisch und gut mitgedacht sind „Fotolöcher“ in den Zäunen. Die Fotofenster sind gerade so groß, dass du mit Hand und Kamera durchkommst. So vermeidest du unschöne Zaunoptik auf deinen Schnappschüssen. Super!

360-Grad-Foto

Durch eines der Zaunlöcher entsteht dieses 360-Grad-Foto, dass die bulligen (und markant duftenden) Bären noch näher zeigt als „normale“ Fotos. Meine Minisorge, dass sich die behaarten Burschen meine Kamera als Futter schnappen, ist übertrieben. Zwischen Bär und Besucher befindet sich ein Stromzaun.

Bärige Anlage

Erinnert an den Käfig bei Jurassic Park

Ingesamt ist die Anlage gut begehbar und auch für Kinderwägen geeignet. Einige Besucher bemängeln die Größe („wir waren in 20 min durch“), aber die meisten Erfahrungen – wie auch meine – sind auch dahingehend sehr positiv. Wenn du deine Runde durch den Wolf- und Bärenpark ganz gemütlich drehst, verbringst du hier locker zwei Stunden.

Bärenblick

Schön gemacht ist die Blockhütte „Bärenblick“, quasi der Imbiss des Bärenparks. Die Öffnungszeiten richten sich an die des Parks bzw. an die Verfügbarkeit von Wurst und Co. – was weg ist, ist weg.

Blockhütte Bärenblick

Bärsonal statt Personal

Vegane Bratwurst im Parkrestaurant Bärenblick

Passend zur Philosophie, das Tierwohl in den Mittelpunkt zu stellen, landet im „Bärenblick“ auch vegane Wurst auf dem Grill. Die Preise dafür sind in Ordnung. Gilt auch für den Bärenpark Bad Rippoldsau an sich: Eintritt Erwachsene 7 Euro, Ermäßigt 6 Euro. Öffnungszeiten sind je nach Saison von 10 bis 16/18 Uhr

Fazit Bärenpark Bad Rippoldsau

Die sogenannte „Stiftung Bären“ tut im Bärenpark Bad Rippoldsau vieles, um dir das Thema Zirkusbär informativ und ohne erhobenen Zeigefinger nahe zu bringen. Die Tiere leben frei, es herrscht kein „Zoozwang“ und das spürt man. Richtig schönes Projekt. Um über Leben und Lieben der Tiere informiert zu bleiben, schau ab und zu mal bei Facebook rein. Und falls du in Norddeutschland wohnst, lohnt sich ein Besuch im bärigen „Schwesterpark“ in Worbis, rund 40 Minuten vor Göttingen. Subbär Sach’! 🙂

Mein Tipp: Die Anreise zum Alternativen Wolf- und Bärenpark empfehle ich dir mit dem Auto. Das Wolftal ist nicht unbedingt ein El Dorado für ÖPNV-Fans. Direkt vor dem Park hast du ausreichend kostenlose Parkplätze, parken ist also kein Problem. Anfahrt von Stuttgart aus dauert rund 90 Minuten, von Freudenstadt aus etwa 25 Minuten.

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