Faxe Müllers Wegzeichenformel

Achtest du bei Wanderungen auf die Markierungen an Bäumen? Mir fallen sie zwar auf, aber ich nehme sie selten als Highlights wahr. Künstler Faxe Müller aus Jossgrund im Spessart möchte das mit seiner Wegzeichenformel ändern.

Ich mit Waldkünstler Faxe Müller vor der Wegzeichenformel

Kunst findet ja eher selten direkt vor der eigenen Haustüre statt. Behaupte ich mal. Wenn du in den Genuss von Faxes Baumkunst kommen möchtest, dann findest du sie im sogenannten Spessartbogen, dem rund 90 Kilometer langen Prädikatswanderweg durch den Spessart. In der Nähe von Schlüchtern führt dich ein weicher Wanderweg zum künstlerischen Glück.

Schöner Waldboden im Spessartbogen

Ist das Kunst oder…?

In nur 80 Sekunden erzählt Künstler und Bildhauer Faxe Müller (Anm.: Faksimile? Fakse Mile?) im Video-Interview von seiner sogenannten „Land Art“, dass seine Kunst mehr Inspiration statt „nur“ Waldbemalung ist und ob es eine Lösung für die Wegzeichenformel gibt.

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…kann das weg?

„Du kannst die Motive zwar von weitem sehen“, so Faxe. „Allerdings wirken die Farben und die Bemalung da noch ziemlich willkürlich. Ihr Sinn erschließt sich dir erst weiter vorne.“ Na dann los! Immer brav dem Baumkunst-Pfeil nach, und plötzlich erscheinen die ersten Wegzeichen zwischen den Bäumen.

Hier geht es zur Waldkunst

Die ersten Wegzeichen sind schon sichtbar

Wegzeichenformel mal so, mal so

Größte Herausforderung bei der Erschaffung seines Kunstwerks ist für den Waldkünstler – neben der richtigen Anordnung der Wegzeichen – die Wahl der richtigen Farbe. „Einerseits soll sie lange an den Bäumen halten und nicht zu schnell verblassen“, so Faxe. „Andererseits darf sie keinesfalls schädlich für die Umwelt sein, wenn der Regen sie von den Bäumen abwäscht. Eine echte Herausforderung, die uns gut gelungen ist.“

Faxe Müller vor seiner Wegzeichenformel

Farbe war die eine große Herausforderung

Faxes Kunstprojekt ist nicht für die Ewigkeit bestimmt: „Die Bemalung wird auf ganz natürliche Art und Weise verblassen. Klingt komisch, aber so werden die visuellen Eindrücke noch intensiver.“ Tja, auch – oder eben gerade – Kunst ist vergänglich. 🙂

360-Grad-Foto

Jetzt habe ich dir fast alle Perspektiven an und um die Wegzeichenformel gezeigt, aber die schönste kommt jetzt. Im 360-Grad-Foto nehme ich dich ganz mit nach vorne. Mittendrin statt nur dabei! Fürs perfekte Rundum-Erlebnis: auf den grünen Balken-Link klicken, kurz warten und Baumkunst genießen. 🙂

Blickpunkt für die richtige Perspektive

Kunst ist eine Frage der Betrachtung

Wandernde Welle

Ein Ableger von Faxes Baumkunst befindet sich im rund 50 km entfernten Rodenbach. Dort wird es richtig maritim: die „Wabernde Welle“ schwappt bei der Oberrodenbacher Käfernberghütte durch den Wald. Auch hier musst du den richtigen Point of View finden, um das Kunstwerk in seiner vollflächigen Pracht zu erkennen.

Ich vor der Wabernden Welle in Rodenbach

Jetzt erkennst du die Wabernde Welle schon besser

Die Wabernde Welle sieht so noch nicht richtig aus

Nur von hier siehst du alles

Bewertung Wegzeichenformel

Das Wort Bewertung in der Überschrift passt hier eigentlich nicht, denn bewerten lässt sich Kunst nicht. Alles eine Frage der Betrachtung – bei Faxes Waldkunst sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Wie viele Dinge, fühlt es sich erst dann gut an, wenn du dich darauf einlässt. Schau bei deinem nächsten Urlaub im Spessart oder deiner nächsten Wanderung im Spessartbogen bei der Wegzeichenformel oder der Wabernden Welle vorbei, atme einmal tief durch und genieße. Mach deine eigene (Wald-)Kunst draus. 🙂

Der Spessart hat nicht nur das berühmte Wirtshaus als Ausflugsziel zu bieten, sondern auch die folgenden: eine herausfordernde Alpaka Wanderung in und um Rodenbach, eine faszinierende Greifvogelshow auf Burg Ronneburg und das exotische Papua Museum in Gelnhausen.

Dein schönster Reiseblog über Deutschland mit Reisetipps für deinen Urlaub im eigenen Land ist bei diesem Reiseziel unterstützt von Spessart Tourismus. Ist trotzdem meine persönliche Meinung!

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